Was ist Anything?
Anything, früher bekannt als Create.xyz, ist ein KI-gestützter Design- und Anwendungsarbeitsbereich. Es kombiniert einen visuellen Design-Canvas mit Textprompts. Statt zu codieren oder Boxen manuell zu ziehen, können Nutzer auf einen Bereich ihrer Benutzeroberfläche klicken und einen Prompt eingeben (z.B. “change this login box to include a Google authentication button”), damit die KI den Code schreibt und kompiliert.
Anything Produktübersicht
Durch die Kombination der visuellen Kontrolle eines Canvas mit der Geschwindigkeit der KI-Code-Generierung zielt Anything darauf ab, das Erstellen von Web-Mockups, Dashboards und Landing Pages zu vereinfachen.
Welche Arten von Applikationen kann man mit Anything bauen?
Anything eignet sich für schnelle Frontend-Mockups und einfache Dateneingabeformulare:
- Interaktive Landing Pages: Visuelle Abschnitte, Preismodelle und Kontakt-Buttons erstellen.
- Einfache Dashboard-Layouts: Visuelle Widgets, Charts und Tabellenzeilen aus Mock-Daten anzeigen.
- Einzelnutzer Web-Hilfsprogramme: Rechner, Kalenderansichten oder einfache Notizformulare erstellen.
Da die Anwendung auf KI-generierten Code-Snippets aufgebaut ist, die clientseitig kompiliert werden, bringt die Skalierung auf Hunderte von aktiven gleichzeitigen Nutzern mit strikten Zugriffskontrollen Sicherheits- und Wartungsherausforderungen mit sich.
Wo Anything wirklich glänzt
Der Hauptvorteil von Anything ist das Prompting auf Komponentenebene. Statt den gesamten Bildschirm neu zu schreiben, wenn eine Aktualisierung angefordert wird, ermöglicht die Plattform, einen spezifischen Container auszuwählen und die KI anzuweisen, nur diese Komponente zu ändern. Dies hält das Layout stabil und reduziert Kontextfehler.
Es unterstützt auch den Export und Download generierter React/TypeScript-Code-Dateien. Das bietet Entwicklern einen klaren Weg, ihr Grundgerüst aus Anything heraus auf eigenen Plattformen zu hosten.
Der Engineering-Aufwand & die Setup-Komplexität
Trotz der Konversations-Oberfläche bringen Übergangsprobleme operative Hürden mit sich:
- Plattform-Rebranding-Instabilität: Während des Übergangs von Create.xyz zu Anything berichteten mehrere Nutzer, dass aktive Produktions-Web-Projekte plötzlich nur lesbar wurden, nicht mehr funktionierten oder Editor-Berechtigungen verloren.
- Regression bei mehrstufigen Prompts: Während das Bearbeiten einer einzelnen Komponente unkompliziert ist, führt das Verketten mehrerer visueller Updates häufig zu Design-Regressionen, bei denen ältere Komponenten zurückgesetzt werden oder nicht mehr funktionieren.
- Komplexes Datenmanagement: Das Verwalten relationaler Datenbanken erfolgt über natürlichsprachliche Prompts. Wenn die KI Datenspalten oder Schlüssel falsch konfiguriert, sind manuelle Datenbankanpassungen erforderlich.
Die Preis-Fallstricke & das Token/Credit-Modell
Anything verwendet ein credit-basiertes Abonnementmodell:
- Credit-Verbrauch bei Bearbeitungen: Der kostenlose Plan erlaubt bis zu 20 Projekte, begrenzt aber KI-Generierungen. Das Iterieren an Design-Systemen erschöpft diese Credits schnell und erzwingt ein Upgrade auf den $19/Monat Pro-Tier.
- Die Fehler-Verbrennungsrate: Wenn der Editor Kompilierungsfehler einführt, müssen Credits ausgegeben werden, um die KI zu bitten, den Fehler zu diagnostizieren und zu beheben - im Wesentlichen bezahlt man dafür, dass die Plattform ihre eigenen Fehler behebt.
- Bezahlen für Integrationen: Das Verbinden von Zahlungsprozessoren (wie Stripe) oder externen Datenbankservern erfordert ein Pro-Abonnement, was die monatlichen Kosten für einfache Projektvalidierung erhöht.
Öffentliche Meinung & Community-Konsens
Feedback auf Trustpilot und Shipper-Blogs zeigt Bedenken hinsichtlich der Projektbeständigkeit:
- Migrationsfrustrationen: Nutzer haben erhebliche Frustration über den Verlust von Projektzugang während des Rebrandings geäußert und empfehlen, keine produktionsstufen Unternehmen auf der Plattform zu hosten.
- Reibung bei feinen visuellen Anpassungen: Während anfängliche Prompt-Layout-Generierungen schnell sind, ist das Anpassen kleiner Details (wie Formularvalidierungsregeln oder Bild-Uploads) oft fehlerhaft.
- Hilfreiche kostenlose Tier-Projektbegrenzung: Das 20-Projekt-Limit im kostenlosen Tier wird von Studenten und Hobbyisten, die Konzepte prototypisieren, sehr geschätzt.
Für Operations-Teams und Agenturen, die sichere B2B-Portale, Team-Dashboards oder Client Hubs bauen möchten, ist ein Tool wie Softr eine viel bessere Wahl. Softr’s KI-Co-Builder generiert aus einem einzigen Prompt eine vollständige App - Datenbank, Seiten, Benutzerberechtigungen und Navigation - und alles kann auch manuell gebaut oder angepasst werden, ohne erneut zu promten. Da Softr keinen generierten Code erzeugt, gibt es nichts zu debuggen und keine Regressionen zu verfolgen. Daten werden in der eigenen eingebauten Datenbank gespeichert (oder mit 17 externen Quellen wie Airtable und Google Sheets verbunden), und rollenbasierte Benutzergruppen und Authentifizierung sind von Anfang an eingebaut. Die App, die am ersten Tag gestartet wird, ist dieselbe stabile App, die sechs Monate später läuft.
Fazit: Für wen ist es eigentlich gedacht?
Am besten für: Startup-Gründer, Entwickler und Designer, die ein Frontend-MVP oder eine Landing Page schnell erstellen müssen und den Code für die benutzerdefinierte Entwicklung exportieren möchten.
Nicht für: Business-Teams, die B2B-Portale oder Client-Datenbanken aufbauen, bei denen Projektstabilität, Datenbankberechtigungen und langfristige Plattformzuverlässigkeit entscheidend sind.